Anweiden – richtig ist wichtig!

März 18, 2019
März 18, 2019 admin

Anweiden – richtig ist wichtig!

Wenn die Tage länger werden und das erste Grün auf den Wiesen lockt, wächst bei Pferden und auch ihren Besitzern die Sehnsucht nach Koppelgang. Schließlich machen frisches Gras und freie Bewegung den Frühling erst richtig schön!
Doch die Idylle birgt auch Gefahren! Aus ernährungsphysiologischer Sicht bedeutet der Übergang vom Winterfutter auf eine Ration mit jungem Gras eine komplette Umstellung für den Organismus.

Richtiges Weide-Management ist also gerade in dieser kritischen Phase unglaublich wichtig und verhindert Durchfall, Kotwasser aber auch Hufrehe und weitere Stoffwechselstörungen.
Der Beginn der Koppelsaison richtet sich übrigens nicht nach dem Kalender, sondern nach der Höhe des Grases. Je nach Wetter kann es deshalb mal etwas früher oder später werden, bis es endlich wieder hinaus geht.

Merke: Der richtige Zeitpunkt zum Anweiden ist gekommen, wenn das Gras so hoch wie eine Bierflasche ist.

Um der Darmflora Zeit zu geben, sich an das veränderte Futterangebot anzupassen, dürfen Pferde anfangs nur kleine Portionen Gras bekommen, auch wenn sie damit ganz und gar nicht einverstanden sein werden. Natürlich kann die Weidezeit täglich um einige Minuten verlängert werden aber es gilt: Je langsamer desto besser.

Merke: Eine Weidezeit von 15-20 Minuten soll am ersten Tag nicht überschritten werden, dann wird täglich um maximal 10-15 Minuten gesteigert. Die gesamte Gewöhnungsphase dauert 3-4 Wochen.

Es ist sinnvoll die Pferde zunächst nur am Nachmittag weiden zu lassen, weil dann weniger Fruktane im Gras sind. In den frühen Morgenstunden lässt nämlich Sonne in Kombination mit kühler Luft den Fruktangehalt in die Höhe schnellen.

Fruktane sind langkettige Zuckermoleküle die erst im Dickdarm fermentiert werden und dort zu einer Verschiebung im pH-Wert führen können, welche die Darmbakterien absterben lässt. Dabei entstehen Gifte die in den Blutkreislauf gelangen und die Gefäße schädigen. Die Gefahr von Hufrehe steigt!

Besondere Vorsicht beim Anweiden ist natürlich bei wohlgenährten Pferden und Pferden mit Stoffwechselstörungen geboten. Junges Gras ist unglaublich nährstoffreich und dabei arm an Rohfaser. Der enthaltene Zucker macht es so schmackhaft, dass sich Pferde hemmungslos darüber hermachen und sich regelrecht vollstopfen, wenn kein zeitliches Limit gesetzt wird.
Auch die Stallfütterung muss unbedingt auf dieses veränderte Nährstoffangebot abgestimmt werden.

 

Merke:

• Keine hungrigen Pferde auf die Weide bringen.
• Vor dem Koppelgang reichlich Heu mit viel Struktur füttern.
• Eine stengelige, eher nährstoffarme Heuqualität ist jetzt optimal.
• Kein Kraftfutter direkt vor oder nach dem Koppelgang,
• Kraftfutter in Menge und Qualität dem veränderten Nährstoffangebot anpassen.
• Möglichst wenig zusätzlichen Zucker und Stärke in die Ration bringen.
• Ausreichend Wasser anbieten.

 

Das empfehlen die Fütterungsexperten vom PEGUS-HORSE-FEED:

• Pegus Natural Müsli ist getreide- und melassefrei und dabei reich an Rohfaser. Mit seinem besonders niedrigen Zucker- und Stärkegehalt ist dieses Müsli ein optimaler Ausgleich zu Rationen mit jungem Gras.
• Pegus Natural Mash ist ebenfalls getreide- und melassefrei. Besonders der enthaltene Leinsamen, der Apfeltrester und die luftgetrockneten Gräser beruhigen gereizte Darmwände und stärken die Darmflora.

 

TIPP bei fütterungsbedingtem Durchfall/Kotwasser

Füttern Sie zu Heu und Futterstroh drei Säcke Pegus Natural Müsli in Kombination mit zwei Säcken Pegus Natural Mash über mehrere Wochen und Sie werden sehen:
Der Darm Ihres Pferdes beruhigt sich und die Pferdeäpfel sind wieder fest.