Hafer ist Gold wert!

August 24, 2018
August 24, 2018 admin

Hafer ist Gold wert!

Schon seit etwa 1.000 Jahren spielt Hafer in der Pferdefütterung eine herausragende Rolle und zwar immer dann, wenn der Energiebedarf durch Raufutter alleine nicht völlig gedeckt werden konnte. Das betraf früher vor allem Arbeitspferde, die kräftezehrend in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt wurden. Hafer hat aber auch heute noch große Bedeutung als Lieferant hochverdaulicher Energie für wirkliche Sportpferde. Doch er kann noch mehr!

Hafer – das Pferdegetreide Nr.1

Der hohe Anteil von Spelzen regt zu intensivem Kauen und Einspeicheln an und ist zusammen mit dem geringen Stärkegehalt ideal für ein Tier, dessen Verdauungsschwerpunkt auf fermentativen Prozessen im Dickdarm beruht. Der mittlere Eiweißgehalt beträgt etwa 10 Prozent, weshalb Sorgen, dass mit Hafer zu viel Protein in die Ration kommt unnötig sind. Die Proteinqualität von Hafer ist übrigens hochwertig und reichhaltiger an essentiellen Aminosäuren als bei jedem anderen Getreide. Zusätzlich schützen die Schleimstoffe des Hafers empfindliche Darmwände. Nicht umsonst gilt schließlich der weltbekannte britische Porridge zum Frühstück – auch was den menschlichen Genuss angeht – als gesundheitliche Wunderwaffe.

Wenn der Hafer sticht

Hafer muss nicht erst gequetscht, gepoppt oder pelletiert werden, damit seine Inhaltsstoffe schnell verfügbar sind und zwar ohne die Entgiftungsorgane unnötig zu belasten. Energie, die nach der Fütterung schnell in den Blutkreislauf gelangt ist auch der Grund für den freudigen Bewegungsdrang bei Pferden etwa 1-2 Stunden nach der Mahlzeit. Wer ihn sportlich nutzen kann darf ein „Porschegefühl“ genießen. Wem sein Pferd zu „grell“ wird, sollte die Futtermenge generell überdenken.

Eine Lanze für den Hafer

Pferde werden durch Hafer also nicht verrückt und schon gar nicht bösartig. Seine besondere Wirkung hat Hafer weil er so gut und nicht weil er prinzipiell schlecht ist. Die grundsätzliche Verteufelung von Hafer entbehrt oft jeder wissenschaftliche Grundlage ist manchmal reine Ideologie. Vernünftig eingesetzt ist und bleibt Hafer auch im Zeitalter der Müslis ein schmackhaftes  Pferdefutter, das ohne jeden Schnickschnack auskommt.

Tipps aus der Praxis:

Selbstverständlich kann eigener Hafer problemlos mit haferfreiem Mischfutter ergänzt werden, um für jeden Anspruch die passende Ration zu stricken.

Reine Hafer-Heu Rationen werden durch ein Mineralfutter mit weitem Ca:P-Verhältnis komplettiert.

Unsere Produkttipps:

Qualität ist entscheidend

Goldgelb füllt der Hafer dieses Jahr die Speicher, denn wegen des trockenen Sommers hatten Schimmelpilze kaum eine Chance, sich auf seinen Rispen zu vermehren. Guter Hafer riecht angenehm nussig und staubt kaum, wenn man ihn durch die Finger rieseln lässt.

Qualitätskontrolle leicht gemacht:

Geben Sie eine Hand voll Hafer in ein wassergefülltes Glas. Je mehr Haferkörner in kurzer Zeit absinken, desto besser. Sehr trübes Wasser deutet auf Verunreinigung durch Erde oder Milbenkot hin.